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Montag, 14. Juni 2010

Verpackungseinheit

Was um alles in der Welt soll ein “normaler” Mensch mit einer solchen Menge an Chili anfangen, wenn diese den Schärfegrad 8 – in Worten ACHT! -  haben?

 

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Wer mich kennt weiß, das ich bei scharfem Essen nicht gerade zimperlich bin aber von diesen so niedlich aussehenden Teilen, benötigt man gefühlt eine Schote auf einen 10-Litereimer Chili Con Carne.

 

Nadel, Faden und Einweghandschuhe liegen bereits bereit. Die scharfen Kerle werden jetzt zum Trocknen aufgehängt und anschließend zu Chiliflocken verarbeitet.

Samstag, 12. Juni 2010

Frau Holle

Keine Sorge, ich bin nicht etwa versehentlich in der falschen Jahreszeit gelandet oder an den Polarkreis umgezogen. Ganz genau genommen geht es auch weniger um die federbettenschwenkende Dame aus dem grimmschen Märchen, sondern um die “alte” Frau Holle, die germanische Göttin Hulda, Holda oder auch Holla.

 

Der Holunder wurde lange Zeit als “Baum” (eigentlich ist es ja ein Strauch) dieser alten Schutzgöttin verehrt und in vielen ländlichen Regionen war es noch lange Zeit wichtig, einen Holunder zum Schutz von Haus und Hof auf dem Grund zu haben. Er wurde mit Respekt behandelt und niemandem wäre es in den Sinn gekommen, einen Holunder einfach so zu fällen. Oft wachsen diese Sträucher an alten Schuppen oder Ställen. Und so war es auch bei uns. Hinter dem alten Hühnerstall hatte er sich ein Plätzchen gesucht.

 

Hier seht ihr ein (doch tatsächlich Frau Holle-mäßiges) Bild vom alten Hühnerstall im Januar 2009; im Hintergrund kuschelt sich der Holunder an die Seitenwand.

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Ich hatte schon ein wenig Angst, er würde es uns übel nehmen, wenn wir ihm “seinen” Hühnerstall quasi unter dem Hintern abreißen und so ein klein wenig abergläubisch war ich dann auch. Unser neues Haus wird gebaut und Frau Holles Baum geht anschließend ein? – Das war eine etwas gruselige Vorstellung.

 

Jetzt ist es Juni 2010 und seht selbst:

 

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Unserem “Schutzbaum” geht es also prächtig und seine Blüten duften herrlich. Und einmal ganz davon abgesehen, dass Frau Holle uns offenbar wohlgesonnen ist, hat so ein Holunder im Garten noch viel mehr Vorteile.

 

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Die Blüten sind nicht nur sehr hübsch und duften herrlich, sie sind auch sehr lecker, als Sirup zum Beispiel. Der nagelneue “alte” Erntekorb wurde also mit Holunderblüten eingeweiht.

 

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Gut 50 Dolden habe ich gesammelt und der Strauch hing so voll, dass ich nicht einmal eine Leiter dafür brauchte. Die Dolden wanderten zusammen mit Wasser, Zucker, Zitronensäure, Zitronen- und Orangenscheiben in einen großen Topf.

 

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Nach drei Tagen geduldigem Warten wird alles durch ein feines Mulltuch abgegossen und noch einmal kurz aufgekocht und schon hat man dann den Sommer in Flaschen eingefangen. Und so hat Frau Holle, auf ganz verschlungenen Wegen, eben doch so einiges mit dem Sommer zu tun.

Freitag, 11. Juni 2010

Nicht aufgeben!

Das ist meine Devise. Ich habe schon in den letzten Tagen im Geiste diesen Eintrag geschrieben – in den unterschiedlichsten Varianten. Meine Gedanken kreiselten häufig um das, was ich wohl schreiben werde, wenn das eintritt, was sich bereits abzeichnete. Ich habe darüber sinniert, was wohl der Grund war und da kommt man auf sehr deprimierende Ideen.

 

So war ich auch ziemlich fertig und es ging tatsächlich so weit, dass ich darüber nachdachte, warum überhaupt noch einen Blog führen, wenn man damit nicht mal eine Kleinigkeit bewegen kann, wenn er doch offenbar nur dazu gut ist, “hübsche Bildchen” zu zeigen und in Gedanken entwarf ich schon einen ziemlich verbitterten Eintrag. In der Tat denke ich ohnehin häufiger darüber nach, warum ich das hier tue, aber das ist eine andere Geschichte – ein andermal.

 

Den verbitterten Eintrag wird es nun nicht geben, lediglich die sachliche Feststellung, dass “Light Joshuas Day” bisher nicht versteigert wurde. Aufgeben werde ich aber nicht, dafür liegt mir die Sache viel zu sehr am Herzen. Ich werde ihn hier in Langen zu EigenArt bringen und ihn dort verkaufen. Warum ich so stur bin? Weil ich jeden Moment daran denke: “Was, wenn es mein Kind wäre?”

Mittwoch, 9. Juni 2010

traurig …

Natürlich weiß ich, dass mein Blog nicht so schrecklich bekannt ist und ich habe auch nicht mit einem riesigen Ansturm gerechnet, dass es so katastrophal wird, habe ich allerdings nicht gedacht. Ich werde mit jedem Tag trauriger und frage mich langsam, wofür ein Blog überhaupt noch gut ist, wenn nicht dafür. Noch versuche ich, den Mut nicht zu verlieren.

Montag, 7. Juni 2010

Light Joshuas Day

Diesen Lampenschirm könnt ihr zugunsten der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH) ersteigern. Warum und was dahinter steckt, könnt ihr gerne noch einmal in meinem vorherigen Post nachlesen. Natürlich kommt diese Spende insgesamt der DKMS zugute und ist nicht auf eine bestimmte Aktion beschränkt.

 

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Der Lampenschirm hat einen Durchmesser von 20 cm und eine Höhe von ca. 38 cm. Er kann mit einer Fassung wie bei einer normalen Zimmerlampe (gibt es z. B. in einem bekannten schwedischen Möbelhaus) benutzt werden, dann aber bitte wegen der möglichen Hitzeentwicklung eine Energiesparbirne verwenden. Oder ihr nehmt einfach eine Lichterkette und hängt sie – wie hier – im Garten auf. Der weiße Stoff in der Lampenmitte ist leicht durchscheinend und zart gemustert.

 

Wer auf die Lampe bieten möchte, sendet einfach eine E-Mail mit seinem Höchstgebot an: schneeschaf@gmx.de; die letzte Möglichkeit sein Gebot abzugeben ist am kommenden Freitag den 11. Juni um 20:00h.

 

Und wer selbst nicht bieten möchte, kann auch etwas tun: Sagt es einfach anderen weiter, die vielleicht Interesse haben oder verlinkt in euren Blogs auf die Aktion.

 

Ich hoffe sehr, dass wir gemeinsam etwas bewirken können – und sei es auch nur eine Kleinigkeit. Holt Licht in eure Tage (und lange Sommerabende) und bringt sie damit in die anderer Menschen.

 

Dankeschön!

Donnerstag, 3. Juni 2010

Bitte um Hilfe für den kleinen Joshua

Seit ich selbst ein kleines Baby habe, nehmen mich solche Themen noch sehr viel mehr mit als früher. Mein kleiner Junge ist bisher gottlob kerngesund aber es gibt immer wieder Kinder, die nicht solches Glück haben. Gleich hier im Nachbarort zum Beispiel. Der kleine Joshua ist bereits mit 6 Monaten an einer Blutkrebsart erkrankt und benötigt dringend eine Stammzellspende. Hier ein Artikel dazu aus der Offenbach Post.

 

Leider habe ich den Typisierungstermin in Höchst verpasst aber glücklicherweise gibt es die Möglichkeit auch Online für eine Typisierung anzumelden. Man bekommt dann ein Testset zugeschickt. Keine Angst! Niemand muss sich selbst Blut abnehmen. Es genügt ein Wangenabstrich mit einem Wattebausch für die Typisierung. Eigentlich wollte ich mich schon lange typisieren lassen und wie das immer so ist – ich kam irgendwie nicht dazu, selbst als ich sogar beruflich noch damit zu tun hatte. Vor etwa 10 Minuten habe ich mich online bei der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) registriert und vielleicht kann das Schicksal, dieses nur 6 Monate alten Babys für euch ein Anlass sein, das ebenfalls zu tun. Hier geht es zur Website der DKMS, dort findet Ihr alle Infos und ein Online-Registrierungsformular. Die Typisierung ist für den Spender kostenfrei, verursacht der Organisation jedoch Kosten in Höhe von 50 Euro pro Typisierung, das sind in der Hauptsache Laborkosten. Wer möchte kann diese Kosten freiwillig selbst übernehmen.

 

Außerdem werde ich in den nächsten Tagen einen “Light my Day” Lampenschirm nähen, schon alleine deshalb, weil ich die Hoffnung habe, dass wieder Licht in die Tage der Eltern und des kleinen Jungen kommt. Den werde ich hier im Blog versteigern und den Erlös der DKMS spenden.

 

Einen lieben Dank schon jetzt an alle die sich beteiligen. Bitte erzählt möglichst vielen Menschen davon.

 

Dankeschön!

 

Das Schneeschaf

Mittwoch, 2. Juni 2010

Mathilde modelt “Langeneß”

Und dafür durfte sie sogar in den Garten. Die Sonnenstrahlen  mussten doch unbedingt genutzt werden. Wie ihr seht, bin ich weiter unverdrossen und nähe “Sommerfummel”. Da lass’ ich mich gar nicht beirren. Der Schnitt ist einfach klasse und bietet superviele Gestaltungsmöglichkeiten. Ich habe ihn, wie in der Anleitung vorgeschlagen, eine Nummer größer genäht, damit er schön auf der Hüfte sitzt und nicht so in der Taille, das geht bei einem A-Linien-Schnitt natürlich prima. Den Schnitt “Langeneß” gibt es bei “farbenmix”. Das Shirt ist von “Hans & Moritz”, nicht dass ihr denkt, ich hätte das auch noch gemacht. Aber Mathilde ist so lila, wenn sie “nackt” ist und das stört manchmal die Optik ein wenig.

 

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Der kleine Piepmatz unten links ist aus der gleichnamigen Stickdatei von Smila. Ich mag die Motive unheimlich gerne und habe sie schon ein paar mal verwendet. Leider kann man das auf dem Foto nicht so gut erkennen, ich hätte noch mal eine Nahaufnahme machen sollen.

Mittlerweile klappt die Reißverschlusseinnäherei auch richtig gut und treibt mir nicht mehr so die Schweißperlen auf die Stirn. Ich habe mir aus mehreren Methoden eine für mich passende zusammengezimmert und die funktioniert bisher wirklich brauchbar. Im Grunde mache ich es, wie in vielen Anleitungen beschrieben, also den Teil in den der Reißverschluss hineinkommt mit großen Stichen zusammennähen, Nahtzugaben auseinanderbügeln und Reißverschluss mit Tesa auf dem Schlitz fixieren; nur dann trenne ich gleich die oberen fünf bis sechs Zentimeter gleich wieder auf, damit ich den Schieber bewegen kann. Bei mir funktioniert nämlich das so locker beschriebene “Reißverschluss knappkantig absteppen” auch mit dem allerpfiffigsten Füßchen nicht. Wenn mir das noch einer erklärt, wie das gehen soll, bin ich echt beeindruckt. ;)

Ich wünsch euch einen schönen, sonnigen Feiertag morgen!