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Mittwoch, 4. Februar 2015

Messebericht creativeworld Frankfurt - Teil 2

Damit es nun auch wirklich bei zwei Teilen bleibt und keine Fortsetzungsstory mit den Ausmaßen der Lindenstraße wird, kommen wir (fast) ohne Umschweife zu meinen weiteren Entdeckungen:

Ein Trendthema hat mir besonders gut gefallen: Ich nenne es mal "Basteln goes Kitchen" auch wenn es Fälle gibt, wo es umgekehrt schien. Gemeint sind kleine und große Basteleien, oft Papercraft, zum verschönern und verpacken der eigenen Küchenwerke. Selbstverständlich durften auch hier die allgegenwärtigen Papierstrohhalme auf gar keinen Fall fehlen. (Mich würde wirklich mal interessieren, wer das Thema wieder irgendwo ausgegraben hat - ich gebe zu, ich komme auch nicht daran vorbei.)

Hier ein schönes Beispiel vom Rayher-Stand:
 
http://www.rayher-hobby.de/


Und hier noch ein schönes Beispiel von Heyda (die, glaube ich, auch zu Knorr-Prandell gehören):

www.heyda.de

Ich bitte um Entschuldigung, für die unscharfen Bilder. Das wird mir auch eine Lehre sein: Zur nächsten Messe wird eine vernünftige Kamera mitgenommen und nicht mit dem Handy fotografiert. Ich bin dazu einfach zu schusselig.

Sehr viele Produkte dieser Art gibt es auch von Rico-Design, deren Produkte mir generell sehr gut gefallen. Leider durfte man dort am Messestand nicht fotografieren und hatte (zugegebenermaßen gefühlt) ein wenig zu viel Angst vor "Nichtfachpublikum" zu dem man als Blogger wohl irgendwie zählte. Der Produktbereich zum Thema "Küche & Co." ist dort stark ausgeprägt und es gibt sogar Muffinformen aus Silikon. Ich bin mir auf Anhieb jetzt nicht ganz sicher, ob ich im Bastelgeschäft eine Muffinform kaufen würde, aber ich bin da ja auch etwas eigen und sicher nicht ganz maßgeblich, was meine Ansichten dazu angeht. Ein Vorteil hatte das Fotoverbot: Keine unscharfen Bilder von mir, sondern ein Link direkt zu den Patisserie-Produkten von Rico-Design.

Die Themen "Art-Journaling" und "Mixed-Media" scheinen nun auch hier auf dem Vormarsch zu sein, aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass ich in diesem Bereich nicht so auf dem Laufenden bin und es mir dieses mal ganz besonders aufgefallen ist. Spannende Produkte gibt es dazu auf jeden Fall. Besonders reizen mich die Gelatos von Faber Castell. Gebt den Begriff (mit dem Zusatz "Faber" oder "Castell" ... sonst kommt was mit Eiscreme...) mal bei Youtube ein und ihr werdet von Videos förmlich erschlagen.

Last but not least ...

Die Bücher! Klar, das hebe ich mir bis zum Ende auf.

Beim Christophorus-Verlag fand ich auf Anhieb viele Titel sehr interessant. Müsste ich entscheiden, welche ich mir gerne näher ansehen würde, wären es diese hier:

http://www.christophorus-verlag.de/de/unsere-buecher/englisch-fuer-maler-zeichner/mein-art-journal.html




Daniela Schoch
Art Journal
Bildideen für jeden Tag
80 Seiten, € [D] 16,99, ISBN 978-3-86230-278-9


Und von der gleichen Autorin:

http://www.christophorus-verlag.de/de/unsere-buecher/englisch-fuer-maler-zeichner/mix-media-bilder-mit-stempel-und-schablone-selbermachen.html


80 Seiten, € [D] 16,99, ISBN 978-3-86230-298-7


Dieses Collagenbuch erscheint leider erst im März, aber schon das Cover spricht mich unglaublich an:

http://www.christophorus-verlag.de/de/unsere-buecher/malen-und-zeichnen.html

Martina Haußmann
Art-Collagen
Weibsbilder
80 Seiten, € [D] 16,99, ISBN 978-3-86230-308-3
Erscheinungstermin: März 2015

Edition Michael Fischer macht ebenfalls ausnehmend schöne Bücher. Ich bin sehr froh, dass viele Kreativbereiche das verstaubte und oft verkitschte Image ablegen konnten, und wieder eine viel größere Zielgruppe ansprechen. So schön gestaltete Bücher tragen mit Sicherheit einen Großteil dazu bei. Stöbert mal durch die Neuerscheinungen, da wird mir ganz schwummerig und ich sehe unsere Bücherregale aus allen Nähten Platzen. Apropos Naht: Neu war mir beispielsweise, dass es in diesem Verlag jetzt auch Schnittmuster gibt:

http://www.edition-m-fischer.de/index.php?id=10&tx_ttproducts_pi1%5BbackPID%5D=10&tx_ttproducts_pi1%5Bproduct%5D=696&cHash=eb90559a5e
Schnittchen®
Schnittmuster-Set
ISBN: 978-3-86355-357-9
Preis [D]: 9,99

Bravo! Weiter so! Je mehr Angebote es dieser Art gibt, desto mehr Menschen finden vielleicht (wieder) zu diesem Hobby. 

Sehr spannend finde ich auch folgenden Titel:

http://www.edition-m-fischer.de/index.php?id=10&tx_ttproducts_pi1%5BbackPID%5D=10&tx_ttproducts_pi1%5Bproduct%5D=685&cHash=7765a068e0

Claudia Köcher
Hat Couture
Fabelhafte Hutkreationen für die Dame und den Herren
ISBN: 978-3-86355-314-2
Preis [D]: 19,99

Nicht, dass ich je auf die Idee verfallen würde, mir selbst einen Hut zu machen, ich bin ja schon ein Mützenphobiker und habe deshalb im Winter oft kalte Ohren. Mir steht so was einfach nicht, basta! Und davon mal ganz abgesehen, habe ich nicht den Hauch einer Ahnung, wo ich so etwas tragen könnte. Schließlich heiße ich ja nicht Eni van de Meiklokjes. Aber schon das Cover ist sensationell! Falls ich das Buch mal in die Finger bekomme, werde ich mir einfach ein williges Hutopfer suchen. Ich finde es total spannend, wie Hüte gemacht werden. Eine gute Freundin meiner Mutter ist gelernte Modistin, sie hätte sicher auch sehr viel Spaß mit diesem Buch.

Ich komme nun etwas vom Thema ab, aber ich kann nicht anders ....

http://www.edition-m-fischer.de/index.php?id=10&tx_ttproducts_pi1%5BbackPID%5D=10&tx_ttproducts_pi1%5Bproduct%5D=663&cHash=44f43f3155

Trine Hahnemann
Skandinavisch Backen
ISBN: 978-3-86355-331-9
Preis [D]: 29,99

Ihr versteht mich, oder? Und wisst ihr was? Wenn ihr für die Leckereien aus dem Buch anschließend eine hübsche Verpackung bastelt, dann passt es doch alles wieder!

Montag, 2. Februar 2015

Messebericht creativeworld Frankfurt - Teil 1

Messen haben ja immer so etwas Eigenes. Egal ob man Aussteller oder Besucher ist, irgendwie sind sie immer leicht überwältigend, inspirierend und anstrengend gleichzeitig. Ich hatte nach langer Zeit mal wieder das Glück die "creativworld" besuchen zu dürfen, die ja praktischerweise so gut wie vor der Haustüre stattfindet. Gemeinsam mit Frau Haas und Frau Pauwels, habe ich so einiges entdeckt, erlaufen und erfahren. Bevor ich zu einigen Themen und spannenden Produkten noch ins Detail gehe, möchte ich, so ganz aus dem Bauch heraus, ein paar erste Eindrücke mit euch teilen.

Die ersten fünfzehn Minuten verbringt man getrost damit, wie ein kopfloses Huhn durch die Gänge zu laufen und vor lauter Input und Begeisterung erst einmal gar nicht zu wissen, wo man anfangen soll. Das gilt natürlich nicht für gewiefte Messebesucher aber bei mir ist der letzte "Kreativmessenbesuch" schon ein paar Jahre her. (Unglaublich eigentlich!) Wenn man sich wieder eingekriegt hat, hat man die Möglichkeit die Sache systematisch anzugehen und die Gänge zickzackförmig abzulaufen, oder die Variante "Gechilltes Huhn" zu wählen und einfach die Stände anzusteuern, die einen besonders interessieren oder besonders anziehen. Bei mir war es (natürlich) letztere Variante und so sind meine Eindrücke selbstverständlich absolut subjektiv und beruhen auf stark selektiver Wahrnehmung, denn man nimmt die Themen, die einen selbst interessieren natürlich viel stärker wahr, als andere Dinge.

www.knorrprandell.com

Klar, dass mich dieses Arrangement von Knorr Prandell ganz besonders angesprochen hat. Das hier ist der Bereich mit den "Tilda"-Artikeln und ich war überrascht, wie breit das Produktangebot hier inzwischen ist. Irgendwie hatte ich hauptsächlich die Bücher, Stoffe und Komplettpackungen für die Figuren im Kopf, es lohnt sich also sicher bald mal ein Besuch auf der Website, im Augenblick scheinen die Fotos der neuen Artikel allerdings noch nicht eingepflegt, wartet also noch etwas. Besonders hübsch ist natürlich die alte, wunderbar grüne Husquarna Nähmaschine, da fragt man sich doch, warum heutzutage fast alle Nähmaschinen nur noch weiß sind. Schade irgendwie ...

Ein Trendthema, das viele sicherlich schon kommen sahen ist Beton. Der Stand von Rayher war wirklich beeindruckend und neben den "Kreidefarben" (zu denen ich später noch komme) war der Bereich mit den betonierten Schalen, Blumentöpfen, Teelichthaltern und - man glaubt es kaum - Lampenschirmen besonders faszinierend. Mir haben am besten die kleinen Schalen gefallen, die aussahen, als seien sie innen mit Blattgold ausgekleidet. Leider habe ich es verschusselt ein Foto davon zu machen aber hier geht es direkt zum Prospekt, da könnt ihr alles bestaunen. Mich hat die Optik und die Kombination von Beton und den zarten Farben ganz besonders angesprochen und wenn ich die Möglichkeit dazu bekomme, werde ich das garantiert ausprobieren und berichten.

Einen weiteren Trend kann man schon fast nicht mehr als solchen bezeichnen, auf jeden Fall ist er ein Dauerthema, nämlich alles, was entfernt und direkt mit Vintage, Landhaus- und Shabby-Style zu tun hat. Sehr viele Anbieter haben jetzt sogenannte "Kreidefarben" im Angebot, die allen Oberflächen, z. B. Kleinmöbeln aus Holz eine pudrige, samtig matte - eben kreideartige Oberfläche verleihen , den Effekt kann man noch verstärken, indem man das fertig gestrichene Objekt noch einmal mit feinem Sandpapier bearbeitet und ggf. an einigen Stellen wieder Farbe entfernt. Rayher hat mit "Chalky Finish" solche Farben im Angebot aber auch die Firma Viva Decor mit der Reihe "Chalky Vintage Look". Dieses Video zeigt sehr anschaulich, wie die Farben verarbeitet werden und welchen Effekt man mit zwei Farbschichten und anschließendem Abschleifen von Teilen der ersten Schicht erreichen kann. Schaut einfach mal rein. Überhaupt haben mich die Farbprodukte der Firma Viva Decor sehr fasziniert, darum gibt es demnächst dazu von mir noch einen "Brand Focus". Mit einigen Farben habe ich schon experimentiert (genau genommen habe ich sie zweckentfremdet) und auf Papier wunderhübsche Effekte erzielt, aber es gibt noch einige andere Produkte, die mich sehr reizen. Dazu ein ander' mal aber mehr. Natürlich waren das nicht die einzigen beiden Firmen mit diesen Farben im Programm, aber ich denke es sind zwei der bekanntesten und vermutlich sind sie auch am leichtesten erhältlich.

Mehr Messeeindrücke gibt es demnächst auf diesem Kanal. Und schaut auch mal bei den beiden anderen Ladys vorbei, die haben sicher wieder ganz andere Dinge entdeckt.











Mittwoch, 14. Januar 2015

Blogger Dilemma und Briefumschläge aus Origamipapier

Eines der größten Blogger-Dilemmata ist die chronische Unterschätzung des eigenen Contents. Heißt: Man ist entweder der Meinung, was man zu posten hätte, sei zu irrelevant, zu profan, jeder könne / wisse das ohnehin schon – oder noch schlimmer: könne / wisse das ohnehin viel besser als man selbst. Jedenfalls ist das MEIN Hauptproblem und meine größte „Blogbehinderung“, wenn man so will. Die Folge davon ist so dramatisch wie logisch – kein Content, keine Blogposts und am Ende ein toter Blog. Was ja in der Schlussfolgerung dann irgendwie heißt: lieber einmal einen Post riskieren, der nicht gerade einem Durchbruch in der Weltraumforschung gleichkommt, als ein toter Blog. Oui?

Neues Jahr - gute Vorsätze: Fangen wir doch also gleich mal an diese Mentalbarriere ein wenig zu beackern und posten etwas unglaublich simples: DIY-Briefumschläge aus Origamipapier. (Und wer jetzt die Augen zum Himmel rollt, weil er eben doch eine Art Duchrbruch in der Weltraumforschung erwartet hat, der hört eben einfach auf zu lesen – so!)

Ihr braucht dazu einen fertigen Briefumschlag in der so genannten "Blumenform". Die bekommt ihr beispielsweise im Bastelladen von der Firma Rico Design. Ich bin mir nicht sicher, ob ihr sie einzeln kaufen könnt. Ich habe einen 5er Pack im Angebot erwischt und solche Umschläge kann man immer gut gebrauchen. Diese Umschläge sind nicht nur sehr chic, sie haben auch den Vorteil, dass sie nicht zusammengeklebt sind. Damit habt ihr sofort eine prima Schablone.


Jetzt schnappt ihr euch schönes, etwas festeres Papier. Ich habe Origamipapier vom Kaffeeröster genommen. Auf die allergrößte Größe passt die Schablone genau diagonal drauf. Ihr könnt aber auch euren Kalender von 2014 recyceln und die schönen Kalenderbilder zu Umschlägen verarbeiten.


Jetzt die "Schablone" auflegen und mit Bleistift die Umrandungen nachfahren. Achtung! Bei graphisch gemustertem Papier legt ihr die Schablone am besten auf die rechte Seite, so könnt ihr besser kontrollieren, dass das Muster gerade ist. Ich habe das beim ersten mal falsch gemacht und der Briefträger bekommt mit Sicherheit üble Schwindelgefühle, wenn er das gute Stück anschaut. Dann alles knapp innerhalb der gezeichneten Linie ausschneiden. Jetzt nehmt ihr euch entweder ein Falzbeil, den Rücken eines Kneipchens oder etwas anderes mit dem man relativ scharfe Linien ins Papier machen kann, ohne es zu zerschneiden. Mit einem Lineal "prägt" ihr euch so die Falzlinien ein.


Dann - klaro - falten. Zuerst die Seitenteile und dann das Unterteil und das klebt ihr auch gleich mit einem Klebestick fest. Mit diesen Sticks habe ich gute Erfahrungen gemacht, weil die nicht so nass sind und das Papier sich nicht wellt.





So schaut der fertige Umschlag dann von hinten aus:




Jetzt braucht man für die Vorderseite noch ein Adressetikett, auf jeden Fall dann, wenn das Papier sehr bunt und gemustert ist, sonst kann man hinterher nix lesen. Außerdem sieht es mit Etikett gleich schicker aus. Man kann normale Adressetiketten zum Aufkleben benutzen. Ich habe meinen Etikettenstanzer benutzt zu Dekozwecken noch ein kleines Löchlein ausgestanzt. Perfekt wäre es noch mit einem Lochverstärkungsring aus braunem Kraftpapier geworden, aber so was hatte ich leider nicht. Wenn jemand einen Tipp hat, wo ich diese Dinger herbekomme, immer her damit! Ich suche schon eine Weile danach.

Hier ein paar fertige Beispiele:




Ziemlich schnell, ziemlich mindless aber hübsch. Ich bastel zwar auch gerne Karten aber irgendwie machen die Umschläge fast noch mehr Spaß, weil die im Alltag eigentlich immer am langweiligsten sind.

Für Umschläge (und Boxen etc.) gibt es auch sogenannte Falzbretter. Ich habe mir fest vorgenommen so eines so bald wie möglich zu testen und verspreche: ich werde berichten.




Sonntag, 11. Januar 2015

DIY-Müsli und Vitamine gegen den Winterschlaf

Ich habe es ja schon öfter zugegeben: Ich bin nicht unbedingt der größte Winterfreund. Im Winter befällt mich das dringende Bedürfnis, mich im warmen Bett zu verkriechen und vor dem März nicht mehr herauszukommen. Ich vermute, ich habe irgendwo ein Bären- oder Igelgen in einem meiner DNA-Stränge versteckt. Leider lässt sich dieses Bedürfnis nur sehr schwer mit meinen Lebensbedingungen in Einklang bringen. Mein Körper ist zwar kategorisch der Ansicht, dass man bei Dunkelheit und Außentemperaturen unter 10 Grad ins Bett und nicht an den Bahnhof gehört aber sowohl die Familie als auch mein Arbeitgeber haben unerklärlicherweise andere Ansinnen.

Für den kleinen Freudenschimmer am morgendlichen Horizont und die nötigen Vitamine, um gesund und einigermaßen munter durch diese Jahreszeit zu kommen, habe ich heute eine Frühstücksidee für euch: Macht euch einfach euer eigenes geröstetes (und gewürztes) Müsli und genießt es mit einer riesigen Schale frischer Früchte. Neben Porridge - ebenfalls mit frischem Obst - ist das eine meiner Lieblingsspeisen zum Frühstück und das nicht nur im Winter.

Ihr braucht dazu ca. 250g Basismüsli (z. B. das von "Feinkost Albrecht" ;) ), eine Hand voll gemischter Nüsse oder auch Studentenfutter und ca. 100 g Trockenfrüchte - einfach alles, was ihr mögt. Im Winter sind z. B. Cranberries, Apfelringe und Pflaumen besonders lecker. Für die Süße ca. 3-5 EL Honig oder Ahornsirup und für die Schleckermäuler unter euch: ca 50 g gehackte, weiße Schokolade. Außerdem Gewürze: Für die Wintervariante habe ich 2-3 gehäufte Teelöffel Zimt und einen Teelöffel "Quatre Epices" benutzt. Die Mengenangaben sind natürlich völlig variabel. Wenn ihr es nussiger mögt, macht einfach mehr Nüsse rein und Rosinenphobiker lassen diese einfach weg und versuchen es z. B. mal mit getrockneten Aprikosen. Das ist eben das Tolle an "YourMüsli", ihr bestimmt was reinkommt und was nicht.

Jetzt geht es ans Zubereiten. Ich benutze dafür immer meinen Homecooker von Philips, der röstet das Müsli schön gleichmäßig an, weil er selbständig rührt, es geht aber ebenso gut im Backofen, nur dann müsst ihr selbst ab und an das Müsli wenden.

Heizt den Backofen (Umluft oder Ober- Unterhitze mit Umluft) auf ca. 150 bis 175 Grad vor, ihr kennt sicher eure Pappenheimer von Ofen und wisst, ob ihr sie tendenziell höher oder niedriger stellen müsst. In der Zwischenzeit hackt ihr Nüsse und Trockenobst getrennt. Wenn Ihr Studentenfutter benutzt und schon ein paar Rosinen o.ä. dabei sind, ist das aber kein Beinbruch, die müsst ihr nicht extra raussortieren. Die Nüsse und das Basismüsli mischt ihr zusammen mit den Gewürzen in einer Schüssel gut durch. Dann verteilt ihr alles auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech und träufelt ca 3 EL Honig oder Ahornsirup darüber. Wenn der Ofen heiß genug ist rein damit - für 20 Minuten und bitte alle 5 Minuten das Müsli wenden, damit es gleichmäßig bräunt. Nach den 20 Minuten kommen die Trockenfrüchte und noch einmal 1-2 EL Honig oder Ahornsirup dazu. Jetzt noch weitere 10 Minuten rösten und ab und an wenden. Behaltet alles gut im Auge, damit es nicht zu dunkel wird.

Zwischendurch noch die weiße Schokolade sehr fein hacken. Wenn euer Müsli schön gebräunt ist und lecker duftet, raus damit aus dem Ofen und die gehackte Schoki gleichmäßig darüber verteilen, dann noch einmal etwas rühren. Die Schokolade schmilzt auf dem noch heißen Müsli und macht so kleine (sehr leckere) Klümpchen.

Alles auf dem Blech komplett auskühlen lassen und ab damit in eine schöne Müslidose oder ein Glas. Ist übrigens auch eine prima Geschenkidee.

Und hier kommt mein Frühstück von heute Morgen: Ganz viele frische Früchte mit ein paar Löffeln Joghurt, Chia-Samen und meinem selbstgemachten Müsli für den Extracrunch:


Ganz rechts außen seht ihr ein Paradebeispiel für einen "Schokoknubbel" ;)


Habt es lecker, gemütlich und vor allem gesund dieser Tage und schickt mir gerne Photos von Euren Müslikreationen. Ich zeige und verlinke sie dann gerne hier auf meinem Blog.

Donnerstag, 9. Oktober 2014

DIY Pumpkin Spice Latte

Long time no .... blogpost ...
Dafür gibte es heute ein sensationelles, orignal "Schneebucks" Pumpkin Spice Latte Rezept, mit dem ihr euch den Herbst so richtig gemütlich machen könnt. Genauer gesagt, geht es um den Sirup, den man für diese Leckerei benötigt. Natürlich kann man sich ein oder zwei Löffelchen davon genauso gut in einen schwarzen Tee oder einen Chai-Tee rühren. Wie man sich die passenden Kuschelsocken dazu strickt, wisst ihr ja sicher selbst. ;)

Zuerst also zum Sirup:

300 ml Wasser
300 g Zucker (Haushaltszucker, Mascobado ist sicher auch sehr lecker)

Mischen und auf kleiner Flamme so lange simmern lassen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.

100g Kürbispüree

In den USA (und im Internet) gibt es das gute Zeug aus der Dose. Ich mache das Kürbispüree aber selbst und aus dem Rest wird dann noch ein schönes Süppchen. Wenn es schnell gehen muss (weil ihr es ohne euren Pumpkin-Spice-Latte gar nicht mehr aushalten könnt, könnt ihr auch 100g rohen Kürbis mit der Küchenmaschine ganz fein reiben. Ach was! Reibt einfach den ganzen Kürbis und friert euch die "Kürbisfussel" 100g-Weise ein, kann man auch für Muffins immer gut gebrauchen. Also rein damit ins Zuckerwasser. Ebenso:

1 gehäuften TL wirklich gutes Lebkuchengewürz

Die Puristen werden jetzt vermutlich aufschreien. Das Pumpkin-Spice besteht allerdings in der Regel aus einer Gewürzmischung die Zimt, Ingwer, Muskatnuss, Nelken und manchmal auch Macis enthält. Natürlich kann man sich seine Gewürzmischung einzeln zusammenstellen oder auch noch ein Stück frischen Ingwer mitkochen. Experimentiert einfach ein wenig. Wenn's schnell gehen soll tut's aber auch Lebkuchengewürz. Meines war das "Klingenberger Lebkuchengewürz" von Ingo Holland.

1 gehäuften TL Zimt
etwas geriebene Muskatnuss
3-4 TL flüssigen Vanilleextrakt (oder 1 aufgeschnittene Vanilleschote)
etwas frisch geriebene Tonkabohne

Alles rein in den Topf! Und noch mal gut 10 Minuten auf kleiner Flamme weitersimmern lassen. Wenn ihr rohen Kürbis verwendet habt, gerne auch länger, dann bitte allerdings einen Deckel draufmachen, damit nicht zu viel Flüssigkeit verkocht und erst in den letzten 10 Minuten den Deckel wegnehmen.

Nach der Garzeit die Flüssigkeit einfach durch ein feines Sieb abseihen und den Kürbisbrei etwas ausdrücken (bei zuvor rohem, geraspelten Kürbis). Bei feinem Püree könnte es notwendig sein ein Mulltuch zu benutzen, das müsst ihr einfach testen. - FERTIG!



Keine Ahnung, wie lange sich der Sirup hält, vermutlich ist er schneller weggeschleckert, als ihr "Pumpkin Spice Latte" sagen könnt.

Zur Zubereitung der Latte: Milch erwärmen und je nach Geschmack 3-4 TL des Sirups mit etwas von der warmen Milch verrühren. Restliche Milch aufschäumen und dazugeben. Espresso vorsichtig dazugeben und den Milchschaum mit Zimt bestreuen. - Unglaublich lecker und garantiert günstiger als 4 Euro!



Ich wünsch' euch viel Freude und viele kuschelige Momente mit diesem Rezept!

Andrea