Background

Sonntag, 9. März 2014

Der Familien-Super-DAU

Bei Schneeschafs gibt es dieser Tage einen Familien-Super-DAU, Einen "Dümmsten Anzunehmenden Umstand". Lassen wir mal beiseite, dass das Kind eine hübsche Bindehautenzündung aus dem Kindergarten mitgebracht hat. Das können wir, das machen wir ganz routiniert, da sind wir schon Profis. Nein diesmal war der Kindsvater der Unheilsbringer. Dieser tauchte Mittwochvormittag plötzlich wieder zu hause auf und verschwand im Bett: heftige Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Fieber. Das heimische Quarantäneprogramm lief an. Mutter und Kind wanderten samt Bettstatt ins Gästezimmer und versuchten das Krankenzimmer bis auf die nötigen Versorgungsmaßnahmen zu meiden. Leider waren diese Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt. Bereits am Donnerstagabend war der Zwerg fühlbar warm und auch  bei Muttern machten sich die ersten Anzeichen in Form mörderischer Kopfschmerzen bemerkbar.

Am Freitag war der Super-DAU perfekt: alle Familienmitglieder lagen mehr oder weniger jammernd im Bett mit einem Grippevirus from Hell. Ich weiß nicht was das für ein mieser fieser Erreger ist aber ich habe sämtliche Grippemittel durchprobiert, die der Haushalt hergab, nur um irgendwie halbwegs etwas schlafen zu können. Der Schüttelfrost war legendär. Gestern war ich zwischenzeitlich so weit, dass ich mich ins Krankenhaus gewünscht habe, nur weil die da sicher "ordentliche" Medikamente haben und Leute die sich um einen kümmern können. Ha! Hier war ja nicht mal jemand verfügbar, der mich hätte hinfahren können.

Den Beweis, dass Übung ganz offensichtlich den Meister macht, lieferte dann ziemlich eindrucksvoll unser Sohn, der von uns allen am besten mit diesem Erregermonster klarkam. Der 4-jährige Zwerg schleppte mir zu Trinken und Taschentücher ans Bett und verzog sich ins Kinderzimmer um zu spielen und die Abenteuer von Liselotte der Kuh anzuhören, damit sich seine gepeinigten Eltern ausruhen konnten. Obwohl er selbst noch nicht fit ist, hat er sich kein einziges mal beschwert, dass niemand mit ihm spielt. Er war supergeduldig und hat versucht zu helfen, wo er konnte. So viel "Vernunft" von so einem kleinen Mann hat mich echt beeindruckt.

Ich drücke allen da draußen fest die Daumen, dass ihr euch dieses Ding nicht einfangt, der ist echt übel und verleitete sogar den Kindsvater zu dem nahezu legendären Zitat: "Wenn das hier vorbei ist, werde ich ein besserer Mensch."

In diesem Sinne ....
Bleibt bloß gesund!

Kommentare:

  1. Gute Besserung, ich hoffe ihr befindet euch wieder auf gutem Weg. Schön, dass sich euer kleiner Sohn so rührend versorgt hat. Kinder sind in solchen Situationen oft einmalig und leisten wirklich Großes.
    Ganz liebe Grüße vor allen Dingen an den kleinen großen Krankenpfleger :-D))
    Ute

    AntwortenLöschen
  2. Huch, ich bin a bissel spät dran. Wollte nur erzählen, dass sich die Symptome (und vor allem, wie das beutelt!) nach H1N1-Grippe, sprich Schweinegrippe anhört. Die hatte ich letzten Winter und mir ging es so, wie Du das beschreibst. Ich kamm vor lauter Glieder- und Kopfschmerzen kaum 5 Stufen hoch und dachte kurz mal, ich ruf den Krankenwagen. Rausgekommen ist es nur, weil mein Arzt dann den Erregerstamm bestimmen ließ. Da halfen dann doch nur Antibiotika, nach 5 Tagen war das Schlimmste vorbei, nach 3 Wochen auch das allgemeine Schwächegefühl....
    Ich hoffe, Ihr könnt jetzt den Frühling genießen!
    franziska (eine stille Mitleserin)

    AntwortenLöschen