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Donnerstag, 10. März 2011

Nähen auf Japanisch

Schon einige Zeit schlich ich mental um diese wunderbaren japanischen Nähbücher herum und wie es der Zufall so will, landeten auch ein paar in meinem Bücherschrank.

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Dieses hier zum Beispiel. Der Grund warum ich mich lange Zeit nicht dran getraut habe, liegt nicht etwa in den nicht vorhandenen Japanischkenntnissen. – Die Schnitte sind so einfach, dass man sie mit ein klein wenig Näherfahrung problemlos hinbekommt und außerdem gibt es zur Erklärung immer hübsche Zeichnungen. Der Grund lag vielmehr in meiner so gänzlich unjapanischen Figur und der Tatsache, dass Größe L in diesen Büchern eine Taillenweite von 69 cm hat. – ähmmmm. Nun gut. Nachdem ja in der letzten Zeit die Maßangaben- / Größenkonfusion ja ohnehin ihren zeitweiligen Höhepunkt erreicht hatte, dachte ich, dass es ohnehin nicht mehr schlimmer kommen könne und habe mein allererstes japanisches Kleid genäht. Zugegeben, es ist nicht gerade figurbetont, eher sackartig und ihr könnt euch getrost kaputtlachen – auch ein wenig reichlich groß, aber das ist bei diesem Versuchsmodell ohnehin egal. Es ist aus Leinenstoff, der bereits in einer Art Knitteroptik gefärbt ist und ist bestimmt prima im Sommer, wenn es sehr heiß ist.

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Die Stickdateien sind von Smila.

Frau Schneeschaf macht übrigens gerade einen Nähkurs, jaaaah so richtig ernsthaft bei einer Schneidermeisterin. – Seitdem habe ich eine leichte “Nähhemmung”, aus lauter Angst, irgendwas nicht hundertprozentig korrekt zu machen. Total bescheuert! Ich versuche noch die richtige Mischung zu finden zwischen schneeschafigem “einfach mal drauf los, wird schon klappen” und “perfektem Schneiderlein-Know-How”. Wie geht es euch mit solchen Dingen? Kriegt ihr auch manchmal aus lauter Perfektionismus nichts auf die Reihe? Wie sind eure Nähkurs-Erfahrungen? Würde mich wirklich sehr über ein paar Antworten freuen!

Aber nu …..

geht’s in die Färbeküche! ;o)

2 Kommentare:

  1. ich bin durch meine Nähkurse bei einer Schneidermeisterin viel ordentlicher geworden (ja, ich mache Probestücke aus Bollmull und werfe sie dann weg oder nutze sie als Putzlappen :) ) und trage seitdem die Sachen auch, die ich so nähe:)

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  2. Wie wäre es mit einem mehr oder minder breiten Satinband um die Taille? Dann wäre das "sackartige" etwas eingeschränkt und das Kleid hätte noch etwas mehr Pepp :)

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